Fernando DEL VALLE

Tenor


Fernando del Valle debütierte im Frühjahr 1998 in Deutschland als Rodolfo|La Bohème an der Frankfurter Oper. Weitere Engagements brachten ihn 1998 nach Bari, Turin (Konzerte mit der RAI) und Belo Horizonte. Im Oktober 1998 debütierte er beim Wexford Festival in der Rolle des Paolo in Gomes' Fosca mit so großem Erfolg, dass die Financial Times ihn "a tenor of uncommon merit" nannte und ihm eine wichtige internationale Karriere voraussagte. Im Frühjahr 1999 sang Fernando del Valle an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf den Duca di Mantova|Rigoletto und kehrte wiederum als Rodolfo an die Frankfurter Oper zurück. Anschließend war er als Macduff|Macbeth an der Opera Zuid in Maastricht zu hören.

Von 1999 bis 2003 war Fernando del Valle Mitglied des Staatstheaters Darmstadt. Dort ist er u.a. als Don José|Carmen, Werther|Werther, Hoffmann|Les Contes d'Hoffmann, Edgardo|Lucia di Lammermoor, Nemorino|L'Elisir d'Amore, Nadir|Les Pêcheurs de Perles, Rodolfo|La Bohème, Pinkerton|Madama Butterfly und Turiddu|Cavalleria Rusticana zu hören gewesen.

Im Oktober 1999 war er Ismaele in einer Nabucco-Neuproduktion am Saarländischen Staatstheater und im Mai 2000 gab er sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin als Pinkerton. Weitere Gastauftritte 2000/01 führten ihn an die Dorset Opera als Salvatore Rosa|Salvatore Rosa, an die Finnische Nationaloper Helsinki als Pinkerton und Alfredo sowie wiederum nach Frankfurt als Rodolfo. Mit dieser Rolle debütierte er im Herbst 2001 auch sehr erfolgreich am Nationaltheater Mannheim. Am Malmö Musikteater sowie im Mannheimer Rosengarten und im Dom zu Limburg war er als Tenorsolist in Verdis Requiem zu hören. An der New Israeli Opera sang er erstmals im Frühjahr 2004 den Forresto|Attila, am Staatstheater Kassel war er im Herbst desselben Jahres als Enzo Grimaldi|La Gioconda zu erleben und im Januar 2005 debütierte er als Tenorsolist im Neujahrskonzert am Badischen Staatstheater Karlsruhe.

2006 sang Fernando del Valle am Korean Arts Center Seoul den Don José und am Theater Hagen den Hoffmann. Mit derselben Rolle debütierte im Februar 2007 am Pfalztheater Kaiserslautern: "Der amerikanische Tenor bewältigt die höchst anspruchsvolle Partie quasi problemlos, muss sich eigentlich nie wirklich anstrengen und läuft vor allem nach der Pause zu Hochform auf", so schrieb  Die Rheinpfalz. Im Juni 2007 sang er ebendort zum ersten Mal den Faust in Boitos Mefistofele. Es folgten der Narrabot|Salome am Theater Dortmund, die Wiederaufnahme des Mefistofele in Kaiserslautern und eine Neuproduktion von Werther sowie konzertante Aufführungen als Titelheld Andrea Chénier am Stadttheater Gießen. Im Herbst 2008 sang er am Teatro Bellini von Catania den Werther. Im Frühjahr 2009 debütierte er als Canio|I Pagliacci am Gießener Theater.

1997 hatte Fernando del Valle als Titelheld einer Neuproduktion des Faust von Gounod begonnen. Weitere Engagements umfassten Don José am Teatro Carlo Felice in Genua, Pinkerton in einer Madama Butterfly-Produktion in Palm Beach und wiederum Don José am Teatro La Fenice in Venedig. Im Sommer 1996 erzielte del Valle einen persönlichen Triumph mit seinem Debüt als Rodolfo mit dem Ensemble der Oper von Rom in den Caracalla-Thermen.

Seine amerikanische Karriere hatte mit dem Rodolfo am Theater von Austin in Texas begonnen. Bald wurde Fernando del Valle zum gefragten Gast an amerikanischen Häusern wie Fort Worth, Atlanta, Dallas, Anchorage, der New York City Opera und der Houston Grand Opera. Daneben trat er in zahlreichen Konzerten in vielen Städten der Vereinigten Staaten auf.

Fernando del Valle wurde in New Orleans geboren. Beim Chicagoer Bel Canto Wettbewerb gewann er ein Stipendium, das ihm in Mailand zu studieren ermöglichte. Anschließend wurde er unter Hunderten von Bewerbern für das Merola Opera Program der San Francisco Opera ausgewählt, wo er zwei Jahre in zahlreichen Produktionen sang, und alleine als Rodolfo in mehr als dreißig Aufführungen in ganz Kalifornien auftrat.



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