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  • Eraldo Salmieri dirigiert die Ouvertüre zu COSI FAN TUTTE

M° Eraldo Salmieri Dirigent

Der italienisch-österreichische Dirigent Eraldo Salmieri erhielt seine Ausbildung am Konservatorium GIUSEPPE VERDI in Mailand. An der Wiener Musikhochschule absolvierte er ein Aufbaustudium unter Prof. Ottmar Suitner. Noch während seiner Studienzeit dirigierte er im Wiener Konzerthaus und im Musikverein Werke von Haydn, Mozart und Schumann und besuchte die Meisterklassen von Pierre Dervaux in Nizza und Carlo Maria Giulini an der Accademia Musicale Chigiana in Siena.

Sein Operndebüt gab Eraldo Salmieri 1989 am Deutschen Theater in München mit La Bohème und dirigierte dort ebenfalls die Neuproduktionen von La Traviata, Nabucco und Madama Butterfly. Seine Opernkarriere führte ihn 1991 nach Sofia, wo er für das Mozartjahr die Neuproduktion von Le nozze di Figaro dirigierte. 1992 wurde er für L'Italiana in Algeri, 1993 für Rigoletto und 1995 für Tosca wiederum nach Sofia eingeladen. 1995 dirigierte Eraldo Salmieri Le nozze di Figaro am Teatro Bellini in Catania in der gefeierten Inszenierung Giorgio Strehlers. 1997 gab er sein Debüt an der Deutschen Oper am Rhein mit Tosca, an der Budapester Staatsoper mit La Traviata sowie bei den Loreley Festspielen mit Fidelio. An der Opéra National in Rennes dirigierte er 1995/96 die Neuproduktionen von Il Turco in Italia und Lucia di Lammermoor.

1998 war er gefeierter Dirigent einer Neuproduktion von La Traviata anlässlich der Wiedereröffnung des Theaters von Belo Horizonte in Brasilien. Am Theater Bremen dirigierte er 1999 Verdis Un ballo in maschera. Weiterhin hat Salmieri u.a. Aida, Carmen und Die Zauberflöte bei verschiedenen Produktionen in Italien, der Schweiz, Holland, Belgien, Dänemark, Schweden und Norwegen geleitet. Am Teatro Ventidio Basso in Ascoli Piceno übernahm er die Neuproduktionen von Madama Butterfly und Nabucco.

2001 dirigierte Salmieri Il cappello di paglia di Firenze (Der Florentiner Strohhut) von Nino Rota an der Wiener Kammeroper und Così fan tutte am Teatro Massimo von Palermo sowie 2002 Turandot am Bolschoi Theater in Minsk. 2002 wurde er Festivaldirigent des CLASSIC OPEN AIR SOLOTHURN, wo er Carmen, Madama Butterfly, La Bohème, Turandot, Il Barbiere di Siviglia und La Traviata dirigierte.

Im Januar 2006 dirigierte Eraldo Salmieri Nabucco und La Traviata im Großen Festspielhaus in Salzburg und im Februar 2006 eine Italienische Operngala in der PHILHARMONIE BERLIN. Es folgte im Februar 2006 Aida in Lemgo und anschließend eine Neuproduktion von Donizettis Oper Maria Stuarda am Stadttheater Gießen. Im März 2007 übernahm Salmieri dort auch die Neuproduktion von La Cenerentola. Ein weiterer Höhepunkt 2006 war eine Operngala mit Giuseppe Giacomini am Sejong Center Seoul. Im Juli 2006 dirigierte Salmieri La Traviata beim Opernfestival Oberammergau und im August 2006 Nabucco mit den Bielefelder Philharmonikern im Gerry Weber Stadion in Halle.

In der Zeit 2006 bis 2008 war Eraldo Salmieri Musikdirektor an der Staatsoper Poznan (TEATR WIELKI STANISLAV MONIUSCHKO), seitdem ist er dem Haus als ständiger Gastdirigent verbunden. Er dirigierte dort bisher Konzerte mit Barbara Hendricks und Neuproduktionen von Un Ballo in Maschera, La Favorita und Stiffelio. 2008 folgte Don Pasquale, 2009 Tannhäuser, sowie Rigoletto in 2010. Dazu kamen Repertoireaufführungen zahlreicher Werke wie z.B. Don Giovanni, Verdi-Requiem und Madama Butterfly. Im Dezember 2007 absolvierte das Theater unter seiner Leitung eine große Frankreich-Tournee mit 15 Konzerten in 12 verschiedenen Städten.

Im Frühjahr 2008 leitete Salmieri eine Vorstellungsserie Lucia di Lammermoor am Staatstheater Karlsruhe. 2010 dirigierte er u.a. eine Produktion von La Favorita am Stadttheater Gießen, Romeo et Juliette beim Operosa Festival in Bulgarien, sowie Il Trovatore beim Sommerfestival in Varna. Im März 2011 stand in Poznan das Dirigat für La Forza del Destino an. In der Saison 2011/12 kehrt Salmieri nach Gießen zurück, wo er die Neuproduktion von Maria Tudor von Pacini und ein Sinfoniekonzert leiten wird.

Eraldo Salmieri war von 1992-1996 Musikdirektor des New Symphony Orchestra in Sofia, wo er im Besonderen das Werk Franz Schuberts pflegte. Er entwickelte eine besondere Beziehung zu Bulgarien, ist seit 2004 erster Gastdirigent der Philharmonie Sofia und leitete 2003/2005 die Eröffnungskonzerte des EMIL TSCHAKAROV FESTIVALS mit der Bourgas Philharmonie. 2003 wurde er außerdem Musikberater des FESTIVAL DEI DUE MONDI in Spoleto, Italien.

Er dirigierte zudem u.a. das Orchestra Filarmonica Italiana, die Slowakische Philharmonie, das Orchestre National De Bretagne, die Ungarische Staatsphilharmonie und musizierte in den Konzerthäusern von Stockholm, Oslo, Wien, Kopenhagen, Brüssel, Amsterdam und Zürich, in der Beethovenhalle Bonn sowie 1998 und 2001 mit dem Hungarian Symphony Orchestra die 9. Sinfonie von Beethoven in der Berliner Philharmonie.